Rückengerechte Ausstattung

In den Bauzeichnerklassen werden jedes Jahr Umschüler mitbeschult, die ihren bisherigen Beruf auf Grund eines Unfalls oder einer Einschränkung nicht mehr ausüben können. Die zuvor ausgeübten Berufe sind sehr unterschiedlich. Ob Maler, Maurer, Erzieher oder Schreiner, die meist schon etwas älteren Umschüler müssen sich auf ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen in der Klasse einlassen – und umgekehrt. Das gelingt meist gut und befruchtet die Arbeit aller ungemein.

Jürgen Güthlein bei der Arbeit

In diesem Schuljahr wird ein Umschüler beschult, dessen Alter höher ist als aller anderen zuvor. Jürgen Güthlein zeigte sich als Vater zweier erwachsener Kinder zu Beginn skeptisch, ob er in der Klasse Anschluss finde. Dies hat sich wunderbar eingestellt.

Auf Grund massiver Rückenbeschwerden konnten die Verantwortlichen der Dr.-Georg-Schäfer-Schule ihm jetzt einen höhenverstellbaren Tisch und eine höhenverstellbare und bewegliche Sitzhilfe geben. Für Jürgen Güthlein und seine Wirbelsäule eine ungemeine Erleichterung.

Jochen Karrlein

Ausstellung zu Antisemitismus und Reichspogromnacht 1938

Anlässlich des sich jährenden Judenpogroms am 9. November und eines bundesweit ansteigenden Antisemitismus, führte die Fachschaft Religion der Dr.-Georg-Schäfer-Schule in Schweinfurt Unterrichtsprojekte zu diesem Thema in unterschiedlichen Klassen durch.

Klaus Warmuth mit den Schülern des Projekts

Grundlage der Ausstellung an unserer Schule war Bildmaterial zum Novemberpogrom 1938 in Deutschland, das Yad Vashem in Jerusalem zusammengestellt und dokumentiert hat. Diese Bildreihe kommentiert die Zeit nach dem ersten Weltkrieg (Weimarer Republik) bis hin zur Zerstörung jüdischer Geschäfte und Synagogen als Akt der Willkür, organisiert von den Nazis. Sie warf ein Bild auf den Exodus vieler Juden sowie die Bedeutung des Zionismus und der Gründung des Staates Israels. Ergänzt wurde diese Ausstellung mit schülereigenen Plakaten.

Klaus Warmuth, Religionslehrer und Ehrenamtlicher im jüdischen Museum Shalom Europa in Würzburg

Российская делегация из Йошкар-Олы – Russische Delegation aus Yoshkar Ola

Am 04.11.19 hatten wir die Freude, eine Delegation aus Russland, genauer gesagt aus Yoshkar Ola, zu empfangen.

Nach der freundlichen Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Paul erhielt die Delegation, bestehend aus der Schulleiterin und einigen dort tätigen Lehrinnen, einen kurzen Überblick über die Organisation des Berufsschulwesens in Schweinfurt und im Besonderen der Dr.-Georg-Schäfer-Schule. In einem offenen Austausch beantworteten der Schulleiter und die anwesenden Lehrkräfte aus der Fachabteilung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik alle anstehenden Fragen der interessierten Zuhörer. Auch Fragen zu dem Thema Lehrerausbildung konnten gut durch die Seminarlehrerin Frau Keppner-Siegert beantwortet werden.

Es folgte ein Schulhausrundgang mit Besuch der Werkstätten und Unterrichtsräume. Hier konnten die Besucher Einblick in die fachpraktischen und fachtheoretischen Inhalte der Berufsausbildung nehmen und Eindrücke der Abläufe des Berufsschulunterrichts gewinnen. Die Gäste zeigten sich insgesamt beeindruckt von den gewonnenen Informationen.

Den Ausklang des Vormittags bildete eine rege Gesprächsrunde. Es wurden Erinnerungsfotos gemacht, Kontakte geknüpft und eine Gegeneinladung ausgesprochen.

Verfasst von Keppner-Siegert

Neugestaltung des Eingangsbereichs

Vor etwa einem Jahr wurde in unserem Haus beschlossen, die Homepage der Schule neu zu gestalten. In diesem Zug bekam unsere Schule ein neues Logo und jede Fachabteilung ein eigenes Widget. Um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, wurde beschlossen, sowohl das Logo als auch die Widgets im Haus immer wieder sichtbar zu machen.

Das war auch der Grund für die Neugestaltung des Eingangsbereiches unserer Schule. Ausgehend von der Arbeit der Homepagegruppe wurden für jeden Fachbereich vier Waben entworfen, welche exemplarisch die Berufsbilder vorstellen sollen. In der Mitte der Installation befindet sich unser neues Schullogo als verbindendes Element unserer Schulgemeinschaft.

Aufgewertet wird die Installation durch das Aufbringen der Waben auf Grundplatten, die in den Farben unseres Schullogos gestaltet sind. Darüber hinaus ist es möglich, durch Augmented Reality Technik weitere Informationen zu den Fachbereichen abzurufen.

Besonders erfreulich ist bei der Realisierung des Projekts die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche, in deren Rahmen auch immer wieder neue Gestaltungsideen entstanden sind.

Die Wand wurde von Auszubildenden im Malerhandwerk gestrichen, die unter Anleitung von Christian Klostermayer und Sascha Barth auch die Grundplatten lackiert haben, die Lothar Leykauf angefertigt hat. Die Augmented Reality wurde von einer Schüler-AG unter Anleitung von Christian Höhne eingebunden.

verfasst von Christian Höhne, Lothar Leykauf

Abschlussfeier der BS1 Schweinfurt 2019

Abschlussgottesdienst

Die Abschlussfeier startete mit einem ökumenischen besinnlichen Gottesdienst mit dem Thema „Du kannst dich sehen lassen“ in der Auferstehungskirche am Bergl, der durch die Religionsabteilung der Berufsschule tiefgreifend vorbereitet und gestaltet wurde. Hierbei wurde durch Musik und Schülerbeiträge ein schöner Rahmen geschaffen. Nach dieser kirchlichen Feier der Absolventen kamen die Schüler in ihrer Abteilung, wie der Fertigungstechnik und der Kfz-Technik, oder in der jeweiligen Klasse zu einem gemütlichen Frühstück zusammen.

Im Anschluss daran trafen sich alle Schüler, ihre Klassenleiter und ihre Abteilungslehrer in der Aula zur Verabschiedung. Nach der hervorragenden musikalischen Einführung der Veranstaltung durch Heiko Herbert und den beiden Absolventen Lukas Römer und Niko Kenner aus der FIM13A begrüßte der Schulleiter Matthias Paul alle Anwesenden. Daran anknüpfend führte Sarah Olivia Schraut eine Power-Point-Präsentation, die Bilder der Schüler aus der Schulzeit und Schülerbeiträge beinhaltete, vor.

Bei der Abschlussveranstaltung am 15. November an der BS1 in Schweinfurt nahmen insgesamt 270 Schülerinnen und Schüler aus elf Klassen teil. Sie absolvierten Ausbildungen als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie der Automatisierung, Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker.

Klassenbeste der Abschlussklassen

Den Höhepunkt der Feier stellte die Würdigung der jeweiligen Klassenbesten dar. So überreichten die jeweiligen Fachbetreuer zusammen mit dem Schulleiter Matthias Paul, Gerd Prokein und Sarah Olivia Schraut den Absolventen Gutscheine, für die Go-Kart-Bahn in Oberwerrn, die Extreme-Bowlingarena in Schweinfurt und für das Schwimmbad Silvana und die Therme KissSalis, sowie Buch- und Sachpreise. Damit wurden sie für ihre herausragenden Leistungen besonders geehrt.

Ehrung der Anlagenmechaniker

Wie auch im Jahr zuvor bildete die beeindruckende und nachhaltige Rede des Absolventen Dwayne Krizek (ELI13A) den Abschluss der Veranstaltung. Hierbei beleuchtete er ihren derzeitigen Lebensabschnitt und gab einen Ausblick für ihre Zukunft, wobei er an ihre Selbstständigkeit und Eigeninitiative appellierte.

Durch die sehr abwechslungsreiche und ausgezeichnete musikalische Untermalung wurde die Veranstaltung zu etwas Besonderem. Neben der Mischung aus Beatbox-, Indie- und Elektro-Klängen konnten die Anwesenden orientalischer Musik von Junid Jasin (KFZ12) und seinem Bruder sowie der Instrumentaleinlage auf dem Keyboard von Klaus Warmuth lauschen.

Verfasst von Sarah Olivia Schraut

Außenwirkung

Es geht voran. Mit der Neuerung der Homepage und dem neuen Logo gehen weitere Dinge einher, die das Außenbild unserer Schule deutlich prägen.

Fr. Leo beim Clustern der Beiträge

Geplant war natürlich, neues Briefpapier, neue Briefumschläge und neue Visitenkarten zu entwickeln, weiterhin stellen wir im Schulalltag fest, dass es immer wieder neue Dinge gibt, die unsere Schule nach außen positiv darstellen können.

Neben den Schulblöcken und den Ordnern für die Schülerinnen und Schüler ergab sich jetzt eine neue Notwendigkeit für die Außenwirkung. Bilder, die im Rahmen der Schulveranstaltungen gemacht werden, müssen kategorisiert werden und ein zügiger Zugriff ins Archiv gewährleistet sein.

Dieser Aufgabe widmet sich jetzt ein Team rund um Kim Leo. Sie organisiert im Team die Strukturierung, die richtige Auswahl der Software sowie die Zugriffs- und Auswahlmöglichkeiten für die Suche.

Jochen Karrlein

Glückwünsche am Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag wird seit Jahren an der Dr.-Georg-Schäfer-Schule für Themen im Kollegium genutzt, für die an anderer Stelle wenig oder kaum Zeit ist. Heuer gab das Thema Gefährdungsbeurteilung den Schwerpunkt vor. Gefährdungsbeurteilungen wurden nach einem Fachvortrag seitens Herrn Scharf vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit für alle bestehenden Räume überarbeitet bzw. neu erstellt, noch vorhandene Problemstellungen wurden anschließend im Plenum gesammelt.

Im Vorfeld des Themenschwerpunktes ließ es sich der Schulleiter Herr Matthias Paul nicht nehmen, Glückwünsche seitens der Regierung von Unterfranken zu überbringen und zwar an

v. link. Schulleiter OStD Paul, Herr OStR Höhne, Frau StD Keppner-Siegert und Herr StD Prokein

Christian Höhne für die Beförderung zum Oberstudienrat,

Christine Keppner-Siegert für die Beförderung zur Studiendirektorin und

Gerhard Prokein für das vierzigjährige Dienstjubiläum.

Kulinarisch wurden die Lehrkräfte bestens versorgt, beginnend mit einem Morgenkaffee und Gebäck und einem reichhaltigen Mittagessen. Nach dem offiziellen Ende um 13.30 Uhr wurden in verschiedenen Arbeitskreisen Themen zielorientiert weiter vorangetrieben. Der Dank geht an die Abteilung Bautechnik, für die Organisation, Dekoration und die Aufräumarbeiten.

verfasst von Jochen Karrlein

Bayerischer Meister!

Zum sechsten Mal wurden die Schweinfurter beruflichen Schulen bayerischer Meister im Fußball. Sie bezwangen die Kicker der Schulen aus Rosenheim am Spielort Sinzing mit 2:0 Toren.

Nach einem turbulenten Start der Partie, in der beide Mannschaften sich einige Chancen erarbeiteten, übernahm Schweinfurt die Oberhand. Angeführt von ihrem Spielmacher Stefan Piecha, aktiver Bayernligaspieler in Großbardorf und Lehrer an der FOS/BOS in SW, wurde der Druck auf das Rosenheimer Tor immer größer. Trotzdem blieb Rosenheim bei einigen Kontern brandgefährlich, auch durch ihre U-17 Europameisterin und ehemalige Spielerin beim FC-Bayern München, Katrin Hartmannsegger, die immer wieder versuchte, den Bayernliga-Mittelstürmer der Rosenheimer in Szene zu setzen.

Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, lag vor allem an den beiden überragenden Torhütern der beiden Mannschaften, die etliche Hochkaräter entschärften.

Nach der Pause merkte man den Rosenheimern den Kräfteverschleiß der ersten Halbzeit an. Ihre Konter wurden weniger und die Chancen der Schweinfurter häuften sich. Dies führte in der 58. Minute zwangsläufig zum 1:0 der Schweinfurter Mannschaft. Eine sehenswerte Kombination schloss Stefan Piecha mit einem platzierten Schuss aus zehn Metern erfolgreich ab.

Das 2:0 fiel keine fünf Minuten später. Erneut war es Piecha, der nach einem Abwehrfehler am schnellsten reagierte und den Ball am herauseilenden Torwart vorbeispitzeln konnte.

v. links Tim Wedlich (BS I), Roland Kiesel (BS I), Stefan Piecha (FOS)

VLB-Mann Rudi Tauber, langjähriger Organisator des Turniers, hob bei seiner Rede vor dem gemeinsamen Abendessen das am Ende gerechte Ergebnis hervor.

Stellvertretender Vorsitzender und Hauptpersonalrat des VLB, Rudi Keil, der extra zum Spiel und zur Siegerehrung anreiste, lobte das hochklassige Spiel beider Mannschaften und erinnerte an die 35-jährige Tradition dieses Turniers. Er betonte, dass nun auch Schweinfurt, wie schon Rosenheim und Ingolstadt, zu den sechsmaligen Gewinnern des Turniers gehören. Dann übergab er den Pokal unter großem Jubel an die siegreiche Schweinfurter Truppe.

Die dritte Halbzeit im Vereinsheim in Sinzing und bei einer nächtlichen Tour durch Regensburg gewannen dann zahlenmäßig die Rosenheimer Spielerinnen und Spieler.

verfasst von Roland Kiesel

Technikerschule erlebt die Technologietage der Firma Wütschner

Am 8. und 9. November fanden bei der Firma Wütschner Industrietechnik GmbH in Schweinfurt die Technologietage statt. Mehr als 30 Aussteller aus dem Bereich der zerspanenden Fertigung mit Werkzeugmaschinen präsentierten auf über 1500 qm ihre neuesten Entwicklungen.

Livevorführung an der CNC Fräsmaschine

Hierzu war die Technikerschule, wie schon in den vergangenen Jahren, wieder eingeladen. Den beiden Klassen der Technikerschule war es möglich, im Rahmen eines Unterrichtsgangs am 8. November, sich selbständig auf dem Messegelände zu informieren. Neben den Schülerinnen und Schülern der beiden Technikerklassen waren auch zahlreiche weitere Auszubildende mit Ihren Ausbildern und mehrere Lehrer der Dr.-Georg-Schäfer-Schule auf der Messe vertreten.

Die Ausstellungsstücke an den Messeständen wurden insbesondere über persönliche Gespräche mit den Messeausstellern begreifbar. Viele Produktinnovationen zeigten sich in Form von stetiger Verbesserung der Produkte. Überdies waren auch komplett neue Ideen im Bereich der Zerspanung ausgestellt.

Es vibrierte und brummte beeindruckend in der gesamten Halle während der Livevorführungen an der CNC-Fräsmaschine. Über große Bildschirme konnte das fachkundige Publikum bestaunen, welch enorme Möglichkeiten in modernen Werkzeugmaschinen stecken. Die Späne spritzten in alle Richtungen, als die Fräser die komplexen Konturen in das Werkstück schnitten.

Die Einladung pries die Ausstellung unter folgendem Motto an: „neben vielen fachlichen Highlights warten zudem an beiden Tagen ein zünftiges Weißwurstfrühstück sowie regionale Genüsse in einem angenehmen Ambiente auf Sie“. Abgesehen von der fachlichen Seite, die schon lobend erwähnt wurde, war auch die kulinarische Auswahl der Messe vollends überzeugend. So rundete sich der Messebesuch ab und es bleibt der Ausblick auf die nächsten Jahre, in denen sicher wieder Neuheiten aus der Welt der Zerspanung ausgestellt werden.

verfasst von Eckhard Specht

Erstmalig Auslandsstudium für Techniker an der University of Bolton in England möglich!

Über die vergangenen Jahre hatten zahlreiche besonders engagierte Technikerschulabsolventen nach ihrem Abschluss an der Technikerschule für Maschinenbau ein Auslandsstudium an der Glyndwr Universität in Wales aufgenommen.

Das Besondere an diesem Studium ist, dass die gesamten Leistungen, die die Absolventen der Technikerschule erbracht haben, auf das Studium angerechnet werden. Somit war es in nur einem Jahr möglich, den akademischen Abschluss des Bachelors im Maschinenbau zu erwerben und in einem zweiten Jahr den Master. Leider wurde das Programm in der Form letztmalig 2018 angeboten, auch bedingt durch die Wirren des Brexit.

In diesem Herbst startete nun an der University of Bolton ein Nachfolgeprogramm, das auf den bewährten Modulen des Vorgängerprogramms aus Wales beruht. Um auch in den gegenwärtigen Technikerschulklassen, die Neugier auf dieses Studium zu wecken, fand am 04.11.19 eine Informationsveranstaltung für die aktuellen Technikerschülerinnen und -schüler hierzu statt.

Erfahrungsaustausch für Technikerschüler

Unsere Technikerschule hat gegenwärtig einen Alumnus in dem Bolton Studienprogramm. Er berichtete den Anwesenden ausführlich über seine bisherigen Erkenntnisse als frisch gestarteter Auslandsstudent. Zahlreiche Fragen von den sehr interessierten Schülerinnen und Schülern rundeten seine Ausführungen ab.

Insbesondere faszinierte das Auditorium die Einschätzung über den Schwierigkeitsgrad des Studiums: „Das ist gut machbar mit einem in Bayern erworbenen Technikerabschluss im Maschinenbau.“

Es bleibt für die nächsten Jahre zu hoffen, dass sich das frisch gestartete Studienprogramm in Bolton zu einem ähnlichen Selbstläufer entwickelt, wie das bisherige in Wales.

verfasst von Eckhard Specht