Sprachsensibler Unterricht? Was soll das sein?

Es gibt tatsächlich viele Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse, die unter die Berufsschulpflicht fallen. Dabei handelt es sich vorwiegend um sogenannte Flüchtlinge, welche die Dr.-Georg-Schäfer Schule in Schweinfurt besuchen.

Jugendliche, die aus anderen Ländern zu uns kommen und beschult werden müssen, gab es bereits früher an der BS 1. Nun stieg der Bedarf an unterrichtenden Lehrkräften und es kam im Kollegium der Wunsch auf, Tipps und Tricks zu erhalten, wie man unterrichtet, wenn die Grundlagen für die gemeinsame Sprache und damit für die Verständigung über Unterrichtsinhalte fehlen.

Die Alfons-Goppel-Schule Schweinfurt, unsere Nachbarschule, ist federführend für die Organisation rund um die BIK (Berufsintegrationsklassen). Daher lag eine Kontaktaufnahme mit Herrn Dennis Szabo, dem Fachbetreuer für Deutsch und Prüfer der DSD-1Pro-Prüfung, nahe. Und er erklärte sich dankenswerterweise auch gleich bereit, uns zu unterstützen.

Am 22. Oktober 2025 hielt Herr Szabo dann für einen kleinen und interessierten Teil des Kollegiums an der BS 1 einen Vortrag zum Thema „Sprachsensibler Unterricht“. Er referierte kurzweilig und anschaulich über die Besonderheiten von BIK-Schülern, die Hilfen des Lehrplans und verschiedener Seiten des ISB sowie die Grundlagen des Spracherwerbs. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und theoretischem Input kamen auch die persönlichen Erfahrungen und Fragen der Anwesenden zur Sprache. Welche Hilfen gibt es für Lehrkräfte, die keine Ausbildung oder Vorkenntnisse in DaZ, Deutsch als Zweitsprache, haben? Wie wird Unterricht greifbar, verstehbar für unsere syrischen, albanischen, afrikanischen …. Schülerinnen und Schüler? Was können wir tun, um der Heterogenität gerecht zu werden?

Am Ende der Veranstaltung waren zwar nicht alle Fragezeichen gelöst, aber dennoch war es Herrn Szabo gelungen, beruhigend, inspirierend und strukturierend auf den einen oder die andere einzuwirken.

Ein herzliches Dankeschön für die Zeit und Mühen ergehen hiermit nochmals an Herrn Szabo sowie an die anwesenden Kolleginnen und Kollegen. Jede kleine Idee, jeder winzige Impuls, der bei unseren Schülerinnen und Schülern ankommt, ist die Zeit wert.

Für den Fachbereich BV/BIK

Marina Heinelt, StDin

Technikerschule besucht erneut die EMO in Hannover – Fokus auf KI, Robotik und hybride Fertigung

Am Donnerstag, den 25. September 2025, machte sich die Technikerschule erneut auf den Weg zur EMO in Hannover, der weltweit führenden Messe für Produktionstechnologie. Mit großer Spannung startete die Gruppe um 7:15 Uhr in Schweinfurt, um die neuesten Trends und Innovationen der Branche zu erkunden.

Nach der Ankunft gegen 12:15 Uhr begann eine dreistündige individuelle Erkundungszeit, in der sich die Teilnehmenden vertieft den für sie spannendsten Themen widmen konnten.

Diesmal standen vor allem die beeindruckenden Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktentwicklung im Mittelpunkt. Besonderes Interesse galt dabei auch lernender Software im CAM-Bereich, die Fertigungsprozesse durch automatisiertes Lernen und Optimierung zunehmend effizienter gestaltet.

Bild 1: selbstlernende Software

Ein weiterer Höhepunkt war die umfassende Präsentation modernster Robotertechnik und Automationslösungen. Besonders die vernetzten Roboter in Fertigungszellen, die selbständig komplexe Abläufe steuern, beeindruckten die technikbegeisterten Besucher sehr.

Bild 2: Auromatisierte Fertigung

Spannend war auch die Ausstellung hybrider Fertigungsmaschinen, die sowohl Lasertechnologie als auch spanende Bearbeitung in einem Gerät vereinen. Diese Innovation eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Präzisionsfertigung und zeigt, wie flexibel und effizient moderne Maschinen mittlerweile arbeiten.

Bild3: Präzisionswelle im Fertigungszentrum

Mit der Rückkehr in Schweinfurt gegen 19:30 Uhr endete ein spannender und lehrreicher Tag, der das Interesse an Technik und Innovation an der Technikerschule weiterwachsen ließ.

Eckhard Specht

Neue Maschinenbautechniker starten ins Berufsleben

Technikerschule Schweinfurt verabschiedet erfolgreichen Abschlussjahrgang – Neue Zugangsmöglichkeiten erweitern Perspektiven

26 Absolventen der staatlichen Fachschule für Maschinenbautechnik in Schweinfurt wurden feierlich verabschiedet. Als staatlich geprüfte Techniker („Bachelor Professional in Technik“) treten sie nun in eine Arbeitswelt ein, in der Fachkräfte mit praktischer Erfahrung und technischem Know-how gefragter sind denn je. Die Ausbildung, die traditionell zwei Jahre dauert, wird von vielen als Sprungbrett für anspruchsvolle Aufgaben in der Industrie genutzt.

Maschinenbautechniker übernehmen zentrale Aufgaben: Sie planen, konstruieren und optimieren Maschinen und Anlagen, analysieren technische Prozesse, koordinieren Projekte und übernehmen zunehmend auch Führungsverantwortung. Die Kombination aus praxisorientierter Ausbildung und fundierter Theorie macht sie zu unverzichtbaren Fachkräften in produzierenden Unternehmen.

Neuer Weg zur Technikerschule

Seit Beginn dieses Schuljahres gelten an der Technikerschule Schweinfurt zudem neue Zugangsvoraussetzungen, die den Weg zum Abschluss noch flexibler gestalten:

  • Direkter Einstieg ohne Berufserfahrung: Ab sofort ist es möglich, direkt nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Metalltechnik mit der Technikerausbildung zu beginnen – auch wenn die einjährige Berufserfahrung noch nicht vorliegt. Diese Praxiszeit kann nun in einer unterrichtsfreien Phase zwischen dem ersten und zweiten Schuljahr nachgeholt werden. So wird kein wertvolles Jahr verschenkt und die Ausbildung bleibt für junge Fachkräfte durchgängig attraktiv.

Zudem haben Bewerberinnen und Bewerber, die bereits ein technisches Studium im Bereich Maschinenbau begonnen haben und mindestens 70 ECTS-Credits nachweisen können, die Möglichkeit, die Technikerausbildung auf ein Jahr zu verkürzen. Dieses Modell richtet sich vor allem an Studienabbrecher oder Umsteiger, die in der Praxis ihre berufliche Zukunft sehen.

„Wir möchten mit diesen neuen Regelungen möglichst vielen Interessierten den Zugang zur Technikerschule ermöglichen – ohne Kompromisse bei der Qualität der Ausbildung“, betont die Schulleitung. Gerade für junge Menschen, die mehr Praxisbezug als in einem klassischen Studium suchen, bietet die Technikerschule eine ideale Alternative mit ausgezeichneten Perspektiven.

Ein Abschluss mit Zukunft

Viele der frisch gebackenen Techniker haben bereits neue Arbeitsverträge in der Tasche, manche wollen sich weiterqualifizieren oder ein aufbauendes Studium anschließen. Die Technikerschule in Schweinfurt unterstreicht mit dem aktuellen Abschlussjahrgang und der neuen Zugangsmöglichkeit einmal mehr ihren Anspruch, praxisnahe Bildung auf höchstem Niveau zu bieten – und damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region zu leisten.

Ein besonderes Nikolausgeschenk für unsere Berufsschule

Am 6. Dezember erhielt unsere Berufsschule ein besonderes Nikolausgeschenk: Die Firma Finstral spendete ein modernes Fenster mit Sicherheitsüberwachung und integrierter Jalousie für unser erstes Tiny House. Diese Spende unterstützt nicht nur unser Projekt technisch, sondern schafft auch eine wertvolle Lernmöglichkeit für unsere Auszubildenden. 

Bei der Montage des Fensters konnten zwei angehende Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bereits praktische Erfahrungen sammeln. Sie arbeiteten direkt mit den Fachleuten der Firma Finstral zusammen und erhielten so Einblicke in professionelle Arbeitsweisen. 

In unserem Werkstattbereich entstehen derzeit sieben Tiny Houses. Das Projekt bringt Auszubildende aus den Bereichen Bau, Elektro und Sanitär zusammen. Durch die gemeinsame Arbeit lernen sie, wie verschiedene Gewerke ineinandergreifen und wie wichtig gute Teamarbeit für erfolgreiche Bauprojekte ist. 

Das Projekt vermittelt den Auszubildenden nicht nur praktische Kenntnisse, sondern bereitet sie auch auf berufliche Herausforderungen vor. Im Unterricht lernen sie besonders, wie die verschiedenen Gewerke miteinander kommunizieren müssen, um effizient zusammenzuarbeiten. 

Wir danken der Firma Finstral herzlich für ihre Unterstützung und freuen uns darauf, die Tiny Houses gemeinsam fertigzustellen. 

Schulsozialpädagogik an der Dr.-Georg-Schäfer-Berufsschule in Schweinfurt

Ich freue mich, wenn Ihr auf mich zugeht.

Mein Name ist Mark-Björn Geibel und ich arbeite seit nunmehr 30 Jahren mit jungen Menschen. Ich wohne ebenso lang mit meiner Frau unweit von Schweinfurt im idyllischen Zell. Nach meiner Ausbildung zum staatlich geprüften Erzieher habe ich zunächst drei Jahre als Gruppenleitung im Kindergarten gearbeitet. Anschließend machte ich auf der BOS in Würzburg meine allgemeine Hochschulreife im sozialen Bereich. Daraufhin studierte ich ebenfalls in Würzburg an der Universität Sonderpädagogik für ein Lehramt an Sonderschulen, Fachrichtungen Geistig- und Körperbehindertenpädagogik mit Didaktik der Mittelschule. Im Anschluss absolvierte ich in Nürnberg das Referendariat in einer Berufsabschlussklasse sowie in einer 6./7. Klasse. Im Anschluss entschied ich mich wieder in meinen ersten Beruf als Erzieher zu gehen und leitete ab 2009 für sieben Jahre drei verschiedene Kindertagesstätten in Landkreis und Stadt Schweinfurt. Seit 2016 arbeite ich schwerpunktmäßig in der Schulsozialpädagogik, zunächst länger bei einem Bildungsträger, dann bei der Lebenshilfe und seit September 2024 auch an unserer schönen Dr.-Georg-Schäfer-Berufsschule in Schweinfurt. Ich habe bei uns die Stelle des Schulsozialpädagogen im Projekt „Schule öffnet sich“ des Kultusministeriums Bayern von meiner hochgeschätzten Kollegin und Vorgängerin Freya Altenhöner übernommen und führe deren bewährte und weitgehend etablierte Arbeit mit eigenen weiteren Schwerpunkten fort.

Schwerpunkte meiner Arbeit sind die Planung und Durchführung von Sozialpädagogischen Gruppenangeboten wie Teambuilding, Erlebnispädagogik, Konfliktmanagement und Classroom Management in Absprache mit den Lehrkräften

Ein weiterer Arbeitsbereich ist Prävention in Form von Workshops und Projekten für einzelne Klassen oder Gruppen. Dazu zählen z. B. Mobbing-, Gewalt-, Missbrauchs- und Suchtprävention sowie Streitschlichterprogramme, Antiaggressionstraining und Resilienz-Training (STARK-Programm).

Ich bin Teil des unverzichtbaren Multiprofessionellen Teams unserer Schule und arbeite auch hier vertrauensvoll mit allen Kolleginnen und Kollegen zusammen.

Ich freue mich sehr, Teil unserer Schulfamilie zu sein und hoffe durch meine Mitarbeit das Schul-leben zu bereichern und zum Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften beizutragen.

Schulausstellung „Gebet“ – eine Brücke der Freundschaft und Kultur

Kürzlich fand in unserer Schule eine erstaunliche und sehr herzliche Ausstellung mit dem Titel „Gebet“ statt, die von unserer Klassenlehrerin Frau Böttcher organisiert wurde. Die Hauptidee der Ausstellung war es, zu zeigen, wie Menschen aus verschiedenen Ländern ihren Glauben und ihre Hoffnungen durch Gebete ausdrücken. Jeder von uns – Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, Syrien, Albanien, dem Iran, der Türkei und Mazedonien – schrieb ein eigenes Gebet in seiner Muttersprache und gestaltete es auf einer großen Leinwand. Diese Arbeiten wurden zu wahren Kunstwerken, die ein Stück unserer Kultur und Seele widerspiegeln.

Die Vorbereitung der Ausstellung war sehr spannend. Zusammen mit meinen Mitschülern gestaltete ich unsere Schulaula: Wir stellten Ständer auf, befestigten unsere Arbeiten daran und beschrifteten sie oben mit den Namen der Künstlerinnen und Künstler. Das Design war sehr stilvoll und durchdacht. Am aufregendsten war jedoch, dass jeder von uns ein traditionelles Gericht aus seinem Land zur Eröffnung mitgebracht hat. Die Tische bogen sich unter köstlichen Leckereien, wie man in der Ukraine sagt: Es gab ukrainische Wareniki, syrische Baklava, türkische Köfte, albanische Pite und vieles mehr.

Viele Klassen aus unserer Schule besuchten die Ausstellung. Alle betrachteten mit Interesse die Gebete, lasen ihre Übersetzungen und genossen natürlich das Essen. Die Atmosphäre war sehr freundlich und warm. Viele kamen zu uns, stellten Fragen, interessierten sich für Rezepte und fragten nach den Traditionen unserer Länder. Es war unglaublich schön, denn wir haben nicht nur unsere Kultur gezeigt, sondern sie auch mit anderen geteilt.

Das Ziel dieser Ausstellung war sehr wichtig – wir wollten zeigen, dass wir, obwohl wir aus verschiedenen Ländern kommen und unterschiedliche Traditionen haben, durch gemeinsame Werte verbunden sind: Glaube, Hoffnung, Liebe und der Wunsch nach Frieden. Wir wollten, dass unsere Mitschüler sehen, wie reich und vielfältig die Kulturen der Welt sind, und verstehen, dass Freundschaft und gegenseitiger Respekt das Wichtigste sind.

Ich fand es wirklich toll, dass unsere Lehrerin eine solche Ausstellung organisiert hat. Es war eine großartige Gelegenheit, anderen unsere Kultur vorzustellen und uns selbst besser kennenzulernen. Diese Ausstellung war nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich für uns alle. Ich denke, solche Veranstaltungen machen unsere Schule besonders und helfen uns, uns näher kennenzulernen.

Von Alina Yermoloenko (BIK-V B)

Ersthelferschulung an der BS 1

In regelmäßigen Abständen dürfen sich die Lehrkräfte auf die Auffrischung ihrer Fähig- und Fertigkeiten zum Thema „Erste Hilfe“ freuen. Da eine Schulung ein gewisses Maß an Unterrichtseinheiten umfassen muss, bietet sich dafür an Schulen ein sogenannter „Pädagogischer Tag“ an. Der Buß- und Bettag 2024 war für die Dr.-Georg-Schäfer-Schule ein solcher.

Geplant und durchgeführt wurde der 20. November durch den Sicherheitsbeauftragten Herrn Bähr. Zusammen mit Herrn Hoffmann und dessen Abteilung sowie dem Versorgungsteam wurde der Rahmen für diesen Tag gestaltet. Im Konferenzraum E 05 wurde eine „Versorgungsstation“ mithilfe der Kuchenspenden aus dem Kollegenkreis und jeder Menge Kaffee und Getränken gerichtet. Mittags wurde das Kollegium durch einen Caterer aus der Region mit warmem Essen gut versorgt.

Die eigentliche Arbeit, die Ausbildung zum Ersthelfer, begann um acht Uhr. Die drei jungen Referenten der Johanniter Unfallhilfe – allesamt noch Studenten – kamen aus Würzburg und begannen pünktlich mit ihren theoretischen und praktischen Unterweisungen. Aufgeteilt in drei große Räume erhielten die Lehrkräfte Hinweise zu strafrechtlichen und moralischen Aspekten rund um das Thema Erste Hilfe. Hier zeigte sich die Referentin der Gruppe im E 05, Isabella, sehr kompetent und konnte jede Nachfrage zufriedenstellend beantworten. Bei so vielen Ersthelfern unter den Kollegen war das kein leichtes Unterfangen.

Nach den verschiedenen Impulsen zum richtigen Ablauf im Notfall sowie den verschiedenen Arten von Notfällen ging es nach dem Mittagessen in die Praxis. Als Klassiker wurde am Partner die stabile Seitenlage geprobt. Um sich diese gut merken zu können, wurde sie uns als Kaktus vorgestellt, was wirklich eine gute Eselsbrücke dafür ist.

Dann erhielten wir zu Übungszwecken Materialien zum Versorgen unserer fiktiven Blutungen und zur Beatmung von Anne. Kennen Sie Anne nicht? Nun, wir kennen sie jetzt. Anne war das Gesicht unserer Übungspuppe. Und ja, jede und jeder dufte an ihr das Beatmen üben und Herzdruckmassagen durchführen.

Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas wurde in unserer Gruppe mehrfach herzlich gelacht. Dies ließ den Tag schnell vergehen und so pünktlich wie wir begonnen hatten, endeten wir auch. Um 15.30 Uhr waren die Kolleginnen und Kollegen mit viel Input versorgt und konnten in den Feierabend starten. Mal sehen, was sich bis zur nächsten Ersthelfer-Schulung in zwei, drei Jahren alles verändert. Ob es dann den Kaktus noch gibt?

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei den kompetenten sowie stets freundlichen Referentinnen und Referenten der Johanniter, Isabella, Vera und Jan, für die kurzweilige inhaltliche Gestaltung des Tages.

Marina Heinelt, StDin

Klassenfahrt der FZM11

Einen interessanten Vormittag verbrachten die Zerspaner der elften Klasse mit ihrem Klassenleiter beim Besuch der Sachs-Ausstellung in Schweinfurt. Die Schüler erhielten einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Firma Sachs. Erstaunt zeigte man sich von den weltweit erfolgreichen Innovationen Made in Schweinfurt aus dem späten neunzehnten und dem frühen zwanzigsten Jahrhundert. Neugierig begutachteten die Auszubildenden die Ausstellungsstücke aus dem Motor-, oder Radsport und hörten dem Guide besonders aufmerksam zu, als dieser vom schillernden Leben des Gunter Sachs berichtete. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich für die sehr kurzweilige Führung durch die Ausstellung und die Geschichte der Firma.

Zwischen Whiteboard und Werkbank – Unser Jahr an der DGSBS

Ein Rückblick von Korbinian Kiemer (Bautechnik) und Michael Ständecke (Metalltechnik/Deutsch)

Zwei Referendare, ein gemeinsames Ziel – und zwei leicht unterschiedliche Wege. Während Michael beide Jahre seines Referendariats an der Dr.-Georg-Schäfer-Schule verbrachte, kam Korbinian nach dem ersten Jahr in Würzburg für das zweite Ausbildungsjahr nach Schweinfurt. Was uns verband: der Wunsch, gutes Lehren zu lernen – und dabei vielleicht auch ein paar Schüler fürs Fach zu begeistern.

Bautechnik trifft auf Berufung – Korbinian über das Bauen mit und an jungen Köpfen

Als angehender Lehrer für Bautechnik durfte ich nicht nur den Unterschied zwischen Statik und Didaktik lernen, sondern auch, wie man Schülerinnen und Schüler für Schalpläne, Grundrisse und Wärmeschutz begeistern kann. So konnte ich erleben, wie aus trockener Theorie greifbares Interesse entstehen kann. Unterstützt von einem engagierten Kollegium konnte ich viele Unterrichtserfahrungen sammeln, Feedback erhalten (auch von der Sorte „Ehrlich-direkt“ – typisch fränkisch eben) und Schritt für Schritt meinen Lehrer-Werkzeugkasten füllen.

Zwischen Werkstatt und Wortschatz – Michael über Metall und Metaphern

Als jemand, der sich sowohl in der Metalltechnik als auch in der deutschen Sprache zu Hause fühlt, konnte ich das Spannungsfeld zwischen Schraubstock und Satzbau live erleben – ob beim Anreißen eines Werkstücks oder beim Aufbau eines Bewerbungsschreibens. Die Vielfalt der Aufgaben war groß, die Unterstützung durch meine Mentoren noch größer. Und was wäre ein Tag in der Berufsschule ohne eine gute Prise Humor – sei es beim Erklären des Konjunktivs II („Wenn ich ein Bohrer wäre…“) oder beim Versuch, den Werkstattlärm mit der Poesie Goethes zu versöhnen.

Was bleibt – außer Kreidestaub?

Ein Jahr voller Praxis, Pädagogik und persönlichem Wachstum. Zum Schluss möchten wir uns herzlich bei der gesamten Schulfamilie bedanken: für die Offenheit, das Vertrauen und die vielen Gespräche, die weit über den Lehrplan hinausgingen. Es war uns eine Freude.

Schweinfurter Berufsschüler und Berufsschülerinnen stellen die Zukunft des Elektrohandwerkes auf der Eltec 2025 in Nürnberg vor

Vom 20. – 22.05.2025 wurden auf der Fachmesse für das Elektrohandwerk „Eltec 2025“ von Auszubildenden der Dr. – Georg – Schäfer Berufsschule zukunftsweisende Technologien für das intelligente vernetzte Zuhause vorgestellt.

Der Landesinnungsverband im Bayerischen Elektroverband (LIV) nutzte auf der Messe das E-Haus, um die Vernetzung von Schlüsselgewerken (Elektro/Heizung/Lüftung/etc.) in verschiedenen Show-Rooms anschaulich dem breiten Publikum vorzustellen. Beispielsweise wurde gezeigt, wie ein KI-unterstütztes Energiemanagementsystem den selbsterzeugten PV-Strom zu den Verbrauchern bringt, um möglichst wenig Energie aus dem Netz zu beziehen. Siehe auch BR24 Video Eltec 2025

Hochmotiviert und mit viel Freude arbeiteten schon im Vorfeld der Fachmesse die angehenden Elektroniker/-innen in diesem E-Haus, um die Einzelkomponenten aufzubauen, zu verdrahten und anschließend zu parametrieren. Äußerst souverän und gut vorbereitet führten die zukünftigen Elektroniker/-innen für Gebäudesystemintegration die Besucher durch die Ausstellung.

Die schulische Ausbildung dieses Berufsbildes findet in Bayern nur in Schweinfurt statt. Die überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen werden an den Innungen Würzburg und München durchgeführt. Die Verantwortlichen des Messestandes zeigten sich am Ende der Messe sichtlich beeindruckt, wie die Berufsschüler des zukunftsträchtigen Ausbildungsberufes auf die neuen innovativen Lösungen aufmerksam machten.

Abschließend auch noch ein Dank an die Elektrobetriebe, die ihre Auszubildenden für dieses besondere Erlebnis von der täglichen Arbeit freigestellt haben und Ihnen das Dabeisein somit ermöglicht haben.